Expertentip zum Thema "Beruf und Gutes Hören"

Schwerhörigkeit und Beruf

Unbedingt notwendig für die berufliche Zukunft ist ein einwandfreies Gehör. Negativ wirkt sich ein unbehandelter Hörverlust auf die Psyche, die kognitiven Fähigkeiten, die körperliche Gesundheit und das soziale Leben aus. Häufig kommt es zu irritierenden und störenden Missverständnissen durch ein schlechtes Verstehen in der Arbeit. Die Lebensqualität wird eingeschränkt und es drohen Unzufriedenheit und soziale Isolation. Sicherheit verleiht gutes Hören, wichtig für einen souveränen Umgang mit Menschen ist es und das Selbstbewusstsein wird durch eine aktive Teilnahme an Gesprächen gestärkt.

Nehmen Sie eine Schwerhörigkeit deshalb nicht auf die leichte Schulter!

Im Arbeitsleben ist ein einwandfreies Gehör für die meisten Menschen unbedingt notwendig. Doch viele Berufstätige sind von Schwerhörigkeit betroffen. Obwohl sich manche Berufe auch mit einer Hörschädigung ausführen lassen, kann es zu Problemen am Arbeitsplatz kommen. Ein hoher Lärmpegel im Großraumbüro, Besprechungen mit vielen Teilnehmenden oder Telefonkonferenzen erschweren das Hören und Verstehen. Dadurch kann es zu Missverständnissen mit Kollegen oder Vorgesetzten kommen, die die Arbeitsleistung und das soziale Miteinander negativ beeinträchtigen.

Weitere Auswirkungen dessen können eine eingeschränkte Lebensqualität, allgemeine Unzufriedenheit und soziale Isolation sein. Gutes Hören hingegen verleiht Sicherheit, ist wichtig für einen souveränen Umgang mit Menschen und stärkt durch eine aktive Teilnahme an Gesprächen das Selbstbewusstsein.

Bleibt eine Hörminderung unentdeckt bzw. Unbehandelt, kann dies – nicht nur im Berufsleben – weitreichende Folgen nach sich ziehen. Aus dem Gefühl Überforderung können Betroffene Angstzustände oder Depressionen entwickeln, oder von Burn-Out bedroht sein. Auch für Arbeitgeber ist unversorgte Schwerhörigkeit ein Problem. Deshalb ergreifen Unternehmen immer häufiger Maßnahmen, um das akustische Umfeld am Arbeitsplatz zu optimieren, wie etwa lärmschluckende Trennwände. In bestimmten geräuschintensiven Branchen wie im Handwerk und in der Bauindustrie ist Gehörschutz unverzichtbar und sogar vorgeschrieben. Halten Sie sich an die Empfehlungen und nehmen Sie eine Schwerhörigkeit nicht auf die leichte Schulter!

Wer bei sich Anzeichen einer möglichen Hörschwäche vermutet, sollte sich unbedingt von einem HNO-Arzt oder Hörakustiker untersuchen lassen. Im Falle einer Hörminderung sollte man diese im Beruf nicht verheimlichen. Seien Sie ihren Kolleginnen und Kollegen gegenüber offen und ehrlich. Helfen Sie ihnen Ihre Beeinträchtigung zu verstehen und beantworten Sie Fragen zum Thema Schwerhörigkeit. Optimieren Sie die akustische Situation am Arbeitsplatz oder holen Sie sich Unterstützung durch den Arbeitgeber. Nutzen Sie entsprechende Hilfsmittel, wie Kopfhörer, die beim Telefonieren automatisch Hintergrundgeräusche herausfiltern. Informieren Sie die Teilnehmenden von Besprechungen und bitten Sie sie deutlich zu sprechen und sie, wenn möglich, beim Sprechen anzuschauen. Geht man offen mit der eigenen Hörschädigung um und weist das berufliche Umfeld auf das Handicap hin, lassen sich viele Hürden leicht aus der Welt schaffen.

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